02 Dezember 2013

Alles (läuft) für die Katz - Starke zweite Halbzeit sichert 6:1-Auswärtssieg beim VfR 1920 Wansleben und sorgt für Ausbau der Tabellenführung

Aufgrund einer extremen Leistungssteigerung im zweiten Durchgang kamen die Katzen zu einem 6:1-Auswärtssieg beim VfR 1920 Wansleben. In einem Spiel, in dem SK im 2. Durchgang phasenweise wie im Rausch spielte, konnten sich Tobias Hofmann (2), Benjamin Bloßfeld, Toni Glettner, Marko Höpfner und Marcus Kästner in die Torschützenliste eintragen. Aufgrund der Punktverluste der Verfolger beträgt der Vorsprung auf Platz 2 aktuell bereits 7 Punkte.

Spielertrainer Marius Hummitzsch musste eine Änderung im Vergleich zum vergangenen Topspiel gegen Lok Röblingen vornehmen: Für den kranken Stefan Schumann rückte Gregor Vollmer wieder in die Anfangsformation.

Das Spiel begann ohne nennenswerte Offensivaktionen. Beide Mannschaften suchten zwar den Vorwärtsgang, konnten sich jedoch gegen gut stehende Defensivreihen nicht behaupten. So erspielte sich United ein optisches Übergewicht, aufgrund von kleinen Fehlern im Pass- und Laufspiel fehlte aber immer das letzte Quäntchen, um sich wirklich entscheidend behaupten zu können. Außer nach Standardsituationen kam das Wansleber Tor so nicht in größere Gefahr.
Auch die Gastgeber konnten lange keine wirklich gute Torchance verbuchen. In der 30. Minute kam es dann zur Führung für Wansleben. Nachdem einem eigentlich bereits geklärten Eckball kam der Ball wieder in Nähe des 16ers. Ein Wansleber Spieler fasste sich ein Herz und probierte es aus der Distanz. Der Ball schlug über Torwart Paul Kienle und unter der Latte ein. Kienle sah dabei nicht glücklich aus, obwohl er ansonsten eine fehlerfreie Partie ablieferte.
Als dann in der 34. Minute Vollmer nach einer harten aber eher unglücklichen Aktion seines Gegenspielers mit einer Fußverletzung vom Platz musste, René Liebau kam für ihn in die Partie, drohte das Spiel endgültig zu kippen. SK hatte nun deutlich Probleme, die beiden Rückschläge zu verarbeiten, weshalb es ohne weitere Tore in die Halbzeitpause ging.

In Halbzeit 2 wirkte die Mannschaft nun plötzlich wie verwandelt und aufgedreht. So kam Kästner mit etwas Platz im Mittelfeld an den Ball und spielte einen traumhaften Pass in den Lauf von T. Hofmann. Dieser hatte keine Mühe, den Wansleber Torwart zu überwinden und zum Ausgleich einzuschieben (47.). Keine zwei Minute später war das Spiel dann komplett gedreht. Wieder war es Kästner, der aus dem Mittelfeld einen schönen Diagonalball auf Bloßfeld spielte, dieser legte direkt per Kopf in den Lauf von Höpfner, der mit etwas Glück den Torwart aussteigen lassen konnte und mit seinem 1. Saisontor zum umjubelten 2:1-Führungstreffer traf (49.).
Es ging nun weiter Schlag auf Schlag. In der 53. Minute schlug Hummitzsch einen Eckball auf Bloßfeld am kurzen Pfosten. Dieser verlängerte wieder per Kopf und ermöglichte so Glettner auf Höhe des 11-Meter-Punktes den Abschluss. Der Verteidiger ließ sich nicht zweimal bitten und schoss zum 3:1 ein (Saisontor Nummer 4). Die Katzen spielten jetzt wie im Rausch und Wansleben war komplett gebrochen. Dieses Mal spielte Bloßfeld steil auf Kästner, der am Sechzehner von links nach Innen zog und zu seinem 16. Saisontor abschloss (64.).
United ließ nun sogar einige Hochkaräter liegen, konnte aber trotzdem schnell wieder jubeln. Im Mittelpunkt beim nächsten Tor? Natürlich wieder Bloßfeld und Kästner. Die Chance entstand aus einer äußerst kuriosen Szene. Nach einem Zweikampf kam Kästner zu Fall und das Spiel lief weiter. Sein Gegenspieler (im Ballbesitz) meinte optisch untermauern zu müssen, dass kaum ein Kontakt dagewesen wäre und schmiss sich spontan zu Boden. Jedoch fühlte sich kein Spieler mehr für den Ball zuständig, ehe Kästner von seinen Mitspielern darauf hingewiesen wurde, dass das Spielgerät noch an der Grundlinie im Spiel war. Er zögerte nicht, schnappte sich die Kugel, legte in den Rückraum auf Bloßfeld ab und der netzte eiskalt flach und fest zum 5:1 ein (70., Saisontor Nr. 6).  Nur 4 Minuten später folgte auch noch das 6:1. Nach einem Steilpass war Hummitzsch links zum Tor durch und es ergab sich eine 3-gegen-2-Überzahlsituation. Hummitzsch ließ mit einem Haken einen Gegenspieler ins Leere grätschen und legte quer auf T. Hofmann. Dieser kontrollierte die Kugel und hatte keine Mühe, das halbe Dutzend vollzumachen (es waren die Saisontore 9 und 10 für ihn).

Kurz darauf wechselte sich Hummitzsch erst selbst für Erik Hofmann aus (76.), ehe auch noch David Beckel für Marko Höpfner ins Spiel kam (78.). Am Ergebnis änderte sich trotz vereinzelter Gelegenheiten nun nichts mehr und United konnte aufgrund einer famosen Leistungssteigerung im zweiten Durchgang einen verdienten Sieg einfahren. Neben den beiden spielfreudigen und offensiv noch etwas herausstechenden Bloßfeld und Kästner konnte sich auch Sebastian Beckel mit einer tadellosen Defensivleistung ein Sonderlob verdienen.

Da weder Röblingen (zu Hause 3:3 gegen den VfR Roßla II) noch die SG Breitunger Grund (auswärts 2:3 bei der SG Riestedt/Emseloh II) gewinnen konnten, bauten die Katzen mit dem Sieg ihren Vorsprung auf 7 bzw. 9 Punkte aus. Am nächsten Sonntag (08.12.) erwarten die Jungs den SV Eintracht Bennungen II zum letzten Heimspiel der Hinrunde und des Jahres 2013 um 14 Uhr in Riestedt.


SK United: Paul Kienle - Toni Glettner, Andreas Berge, Gregor Vollmer (34., René Liebau), Sebastian Beckel - Marius Hummitzsch (76., Erik Hofmann), Benjamin Bloßfeld, Marko Höpfner (78., David Beckel), Tobias Hofmann, Martin Richter - Marcus Kästner

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